about viri obscuri
Der moderne Obskurantismus ist nicht reaktionär, i wo: Er ist postmodern. Ihm ist der Mensch das Maß aller Dinge – du und ich mit all unsern menschlich allzu- menschlichen Schwächen und Bedürfnissen. Wir sind selber die Schöpfung, die es zu bewahren gilt – nämlich nachhaltig konsensfähig und politisch-moralisch korrekt. O, der (post)moderne Vir obscurus, die Obscura mulier ist streitbar, ja und ob. Doch gewaltarm, ja gewiss. Denn auch nicht mit dem Rechttun soll man’s übertreiben; gerade so wie wir – das ist das gesunde Maß. Unser Pfaffentum ist von dieser Welt.

In unsern aufgeklärten Zeiten kommt kein Dunkelmann, kommt keine Dunkelfrau zum Zug, der, die schlicht und einfach den Stumpfsinn zu seinem, ihrem Programm erklärt. Den modernen Menschen muss man zum Selbstgefallen erst verführen, von allein hat er schon zu viel Pfeffer im…; denen kann man die Fadaise nicht pur verklickern, man muss schon so tun, als solle die Schärfe nur ein wenig Linderung erfahren. Ein bisschen Avant- garde soll wohl sein – aber mit einem milden Verhüterli drauf.

Hier werden nicht nur die angezeigt, die die Verhüterlis gedacht und in die Welt gesetzt haben, sondern auch die, die selber eins sind.
Neue Kandidaturen werden dankbar entgegen- genommen und sorglichst geprüft!

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