Der tönesetzende Stadtapotheker von Leipzig.

Bach-Kantate

Durch ihn kam der Glaube in die Welt, man könne Musik auch ohne Inspiration, nur mit der Schreibtafel und dem Rechenschieber komponieren – und dass Melodie und Rhythmus zum niederen Bedürfnis der dummen Misera plebs gehören.

In seinen vor-Leipziger Instrumentalstücken – die beim gewöhnlichen Publikum entsprechend beliebt sind – kommen Melodien und (ja, doch) Rhythmen vor. Der Posten in Leipzig hat ihm dann wohl eine Massenproduktions abgenötigt, die ohne Schematik nicht zu bewältigen war.

Dass er kompositionstechnisch tausend Pfade eröffnet hat, auf denen seine Nachfolger fortschreiten konnten, kommt dem Konzertgänger nicht zu Ohren; es sei denn, er hätte Musikologie studiert. Ich denke, dass sie an die Köstlichkeit dieser Musik glauben, kommt daher, dass alle andern das sagen.

h-moll-Messe

Vom „Ausdruckslosen der Konstruktion“ hat Th. W. Adorno gesprochen…

~ von Johann Ohneland am Juni 15, 2009.

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